Südtiroler Kneipp Verband

DAS LEBEN UND WIRKEN VON SEBASTIAN KNEIPP

Sebastian Kneipp wurde als Sohn eines Webers 1821 in Bayern geboren und schaffte es trotz vieler Hürden, als Pfarrer zu wirken. Während seines Studiums erkrankte Sebastian Kneipp an Lungentuberkulose mit einer tödlichen Diagnose, da Behandlungsmethoden und Medikamente fehlten. Durch Zufall gelangte Kneipp zum Büchlein „Unterricht von Krafft und Würckung des frischen Wassers in die Leiber der Menschen“ des Arztes Johann Siegmund Hahn aus dem Jahre 1738. Kneipp fand darin auch die Behandlung von Lungenleiden und so begann er im November 1849 mit den kalten Eintauchbädern in der Donau, begleitet von einem erwärmenden Spaziergang vor und nach dem Bad. Kneipp glaubte selbst nicht an die Wirkung des kalten Wassers, doch ein Jahr später war er vollständig geheilt. Dies war der Auftakt eines unbeugsamen Glaubens an die Heilwirkung des Wassers und der Kräuter. Pfarrer Kneipps Verdienst ist es zudem, aus der Wassertherapie eine ganzheitliche Lebensphilosophie geschaffen zu haben, die den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele betrachtet. So hörte er nicht auf, die Wichtigkeit der Lebensordnung für die Gesundheitserhaltung zu betonen.

Für die Ärzte grenzte dies an ein Wunder, doch die Autopsie, die nach dem Tod Sebastian Kneipps gemacht wurde, bewies eindeutig, dass er in seinen Jugendjahren an Lungentuberkulose gelitten hatte. Sebastian Kneipp war sich sicher, dass er seine Genesung der Wassertherapie zu verdanken hatte und blieb dieser Zeit seines Lebens treu.

1897 starb Sebastian Kneipp nach einem erfüllten und turbulenten Leben in Wörishofen im stattlichen Alter von 76 Jahren an einem Tumor.


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