Südtiroler Kneippverband
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Dienstags, 8.00-12.00 Uhr
    
Die 5 Säulen der Gesundheit

Die Wasser - Hydrotherapie

Wasseranwendungen nach Kneipp

Sebastian Kneipp hat die Wasser- und Bädertherapie nicht erfunden. Schon die alten Griechen und die Ägypter wussten um deren Wirkung. Kneipp hat sie während seiner Krankheit wiederentdeckt, und dann sein Leben lang weiterentwickelt und verfeinert. Kneipp, der stets um eine gute Zusammenar-
beit mit der Ärzteschaft bemüht war, gelang es schließlich die Wassertherapie auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen.

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Pfarrer Sebastian Kneipp über das Wasser:

„Ein ganz besonderes Heilmittel für die zahlreichen Gebrechen der Menschen hat die wohltätige Hand des Allerhöchsten der Menschheit gegeben, welches man überall auf Erden findet. Es ist das Wasser. Dieses große Geschenk des allgütigen Vaters stillt nicht bloß den Durst des Menschen und der Tiere, sondern ist auch das allererste, vorzüglichste und allgemeinste Heilmittel für den menschlichen Körper“
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Wirkprinzip der Wasseranwendungen nach Kneipp

Kneipp vertrat die Ansicht, dass alle Krankheiten ihre Wur-
zel im Blut bzw. in der Blutzirkulation haben. Dieses wie- der zum Fließen zu bringen, und so die Gesundheit wieder herzustellen war das Anliegen Kneipps.

Kneipp schrieb dem Wasser wichtige Funktionen zu:
- es kräftigt den Organismus
- durch die Reize der Anwendungen werden die Selbst-
  heilungskräfte des Körpers aktiviert und gestärkt
So kneippen Sie richtig:

· eine kalte Anwendung darf immer nur auf einem warmen Körper durchgeführt werden! Falls Sie
  trotzdem eine Kaltanwendung machen wollen, müssen Sie sich unbedingt vorher erwärmen: z. B.
  durch eine Warmanwendung oder durch Bewegung
· nach jeder Kaltanwendung nachher für Wiedererwärmung sorgen: entweder durch Bewegung oder
  durch Bettwärme. Die Anwendung ist erst dann beendet, wenn der Körper wieder warm hat.
· Halten Sie mindestens 30 Minuten Abstand zur Mahlzeit!
· Klären Sie vor jeder Anwendung ärztlich ab, ob Sie diese machen dürfen!

Wichtiger Unterschied zwischen Warm- /Kaltanwendungen

·
Bei Kaltanwendungen nur abstreifen, nicht aber abtrocknen
  das verstärkt die Wirkung. (die Ausnahmen bilden Intim-       
  bereich und Zehen, aufgrund der Gefahr eines Pilzes dar,
  diesen Bereich immer gut abtrocknen)
· Bei Warmreizen abtrocknen, um die Wärme zu behalten.

Das macht die Kneippanwendung zur Wohltat –
für Erfolg und Freude beim Kneippen


· Die Regelmäßigkeit macht`s: eine kleine Anwendung über
  einen Zeitraum von 3-4 Wochen wirkt mehr als eine
  Heldentat 1x im Monat.
· Jede Anwendung ist immer auch eine Zuwendung Ihrem
  Körper und sich selbst gegenüber. Gehen Sie also liebevoll
  mit sich um!
· Beginnen Sie mit einer kleinen Anwendung und überfor-
  dern Sie sich nicht!
  Ein Grundsatz Kneipps lautet: die kleinste Anwendung mit
  dem geringsten Heilerfolg ist jener Anwendung vorzuziehen,
  die so grob ist, dass Sie den Körper möglicherweise über-
  fordert.

· Die Anwendung wurde dann richtig gemacht, wenn Sie sich
  nachher wohl fühlen.
· Nie mehrere Anwendungen hintereinander durchführen.
  Es wird empfohlen, 2 Stunden bis zur nächsten Anwendung
  verstreichen zu lassen. Nur dann kann sie optimal wirken
· Achten Sie, dass die Raumtemperatur passt.

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Foto: Kneippanlage Niederdorf (Tourismusverein Niederdorf)

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